Planung

Ge­rade im Som­mer er­hal­ten Pflan­zen und Ra­sen auf na­tür­li­chen Wege nicht aus­rei­chend Was­ser. Die per­fekte Lö­sung, um Dür­re­schä­den zu ver­mei­den, ist ein au­to­ma­ti­sches Be­wäs­se­rungs­sys­tem.
Das tolle, ist dein au­to­ma­ti­sches Be­wäs­se­rungs­sys­tem mit ei­nem Re­gen­sen­sor aus­ge­stat­tet, funk­tio­niert deine Gar­ten­be­wäs­se­rung völ­lig au­to­nom. Es wird so im­mer die op­ti­male Menge an Was­ser zu­ge­führt und dein Gar­ten er­strahlt auch im Hoch­som­mer im saf­ti­gen Grün. Im Ver­gleich zur ma­nu­el­len Gar­ten­be­wäs­se­rung spart so ein au­to­ma­ti­sches Be­wäs­se­rungs­sys­tem aber vor al­lem auch jede Menge an Was­ser.

Zu­künf­tig brauchst du dir also keine Sor­gen mehr um deine Gar­ten­be­wäs­se­rung ma­chen, das er­le­digt dann dein au­to­ma­ti­sches Be­wäs­se­rungs­sys­tem und du kannst dei­nen Gar­ten wie­der ver­mehrt für Frei­zeit und Er­ho­lung nut­zen.

Aber ein au­to­ma­ti­sches Be­wäs­se­rungs­sys­tem sollte gut durch­dacht und ge­plant sein, denn wenn du deine Gar­ten­be­wäs­se­rung fal­sch aus­legst, hilft dir die be­ste au­to­ma­ti­sche Be­wäs­se­rung nichts. Du soll­test dir also schon vor dem Bau ei­ner au­to­ma­ti­schen Be­wäs­se­rung über alle Ge­ge­ben­hei­ten im Kla­ren sein.
Um dein au­to­ma­ti­sche Be­wäs­se­rungs­sys­tem per­fekt zu pla­nen, fin­dest du im An­schluss eine Schritt für Schritt Pla­nung.

 

1 Zeichne einen Plan deines Gartens

Um eine Skizze zu er­stel­len be­nö­tigst du ein paar Hilfs­mit­tel. Ne­ben Blei­stift und Ra­dier­gummi, brauchst du ein gro­ßes Li­neal und ei­nen Zir­kel. Au­ßer­dem ist Mil­li­me­ter­pa­pier von Vor­teil, denn so kann man nach ei­ner schnel­len Skizze ei­nen or­dent­li­chen Plan er­stel­len.
Dein kom­plet­ter Plan muss maß­stabs­ge­treu ge­zeich­net wer­den, um deine au­to­ma­ti­sche Be­wäs­se­rung per­fekt aus­zu­le­gen. Dazu teilst du ein­fach je­des reale Maß durch ei­nen be­stimm­ten Fak­tor. So kann man zum Bei­spiel alle seine Maße durch 100 tei­len. 20 Me­ter (2000 Zen­ti­me­ter) wä­ren dann 20 Zen­ti­me­ter auf dem Pa­pier. Es ist aber ge­nauso je­der an­dere Fak­tor denk­bar.
Man be­ginnt am bes­ten mit den Grund­stücks­gren­zen, so kann man den Fak­tor für die Um­rech­nung auch op­ti­mal an die Pa­pier­größe an­pas­sen, so­dass der Plan spä­ter mög­lichst for­mat­fül­lend ist.

Nun zeich­nest du alle Flä­chen ein, die nicht von dei­ner au­to­ma­ti­schen Be­wäs­se­rung er­fasst wer­den sol­len. Das wäre nä­tur­lich das Haus, die Te­r­asse, Wege oder ein Teich. Un­ter­teile jetzt noch die zu be­reg­nende Flä­chen in die ver­schie­de­nen Ve­ge­ta­ti­ons­be­rei­che – Ra­sen, Blu­men­beete, Sträu­cher und Bäume.

 

2 Zeichne deine automatische Bewässerung in den Plan ein

Für dei­nen Gar­ten ste­hen dir im Prin­zip drei ver­schie­dene Ar­ten an Be­wäs­se­rung zur Aus­wahl – Ro­tor-Ver­senk­reg­ner, Sprüh-Ver­senk­reg­ner und Tröpf­chen­be­wäs­se­rung.
Dein Gar­ten wird nun in meh­rere Be­wäs­se­rungs­kreise auf­ge­teilt, wel­che spä­ter nach­ein­an­der au­to­ma­ti­sch über Ma­gnet­ven­tile vom Be­wäs­se­rungs­com­pu­ter durch­ge­schal­ten wer­den. Pro Be­wäs­se­rungs­kreis sollte nur das glei­che Reg­ner-Mo­dell ver­wen­det wer­den, denn je­der Reg­ner lie­fert in ei­ner Stunde un­ter­schied­lich viel Was­ser. Der Be­reg­nungs­com­pu­ter lässt des­we­gen je­den Be­wäs­se­rungs­kreis un­ter­schied­lich lange an­ge­schal­ten.
Es emp­fiehlt sich des­we­gen pro zu­vor fest­ge­leg­tem Ve­ge­ta­ti­ons­be­reich ei­nen Reg­ner­typ zu ver­wen­den, so las­sen sich spä­ter ein­fa­cher die Be­wäs­se­rungs­kreise bil­den und die Be­wäs­se­rungs­zeit kann op­ti­mal auf die ent­spre­chen­den Pflan­zen an­ge­passt wer­den. Du kannst aber na­tür­lich auch für ei­nen Ve­ge­ta­ti­ons­be­reich un­ter­schied­li­che Reg­ner-Mo­delle ver­wen­den, musst dann aber pro Mo­dell ei­nen se­pe­ra­ten Be­wäs­se­rungs­kreis pla­nen.

Jetzt geht es darum deine ge­wähl­ten Ve­ge­ta­ti­ons­flä­chen mög­lichst flä­chen­de­ckend zu fül­len. Beete in de­nen die Pflan­zen mög­lichst wur­zel­nah be­wäs­sert wer­den sol­len, er­hal­ten zum Bei­spiel ei­nen Tröpf­chen­schlauch. Alle an­de­ren von dir fest­ge­leg­ten Be­rei­che dei­nes Gar­tens  müs­sen mit ver­schie­de­nen Krei­sen ge­füllt wer­den. Die Ra­dien ent­spre­chen da­bei die Wurf­weite dei­nes zu­künf­ti­gen Ro­tor– oder Sprüh-Ver­senk­reg­ners, wel­che zwi­schen 0 und 360 Grad ein­ge­stellt wer­den kön­nen. Weil du ja nur im­mer den glei­chen Reg­ner in­ner­halb ei­nes Be­wäs­se­rungs­kreise ver­wen­den sollst, soll­test du des­we­gen ver­su­chen sehr un­ter­schied­li­che Ra­dien in­ner­halb ei­nes Be­wäs­se­rungs­krei­ses zu ver­mei­den. Die Reg­ner las­sen sich spä­ter zwar noch mit un­ter­schied­li­chen Dü­sen ein paar Me­ter in der Wurf­weite ver­stel­len, aber so bist du auf der si­che­ren Seite und musst spä­ter nur noch fein­jus­tie­ren.

Um spä­ter eine gleich­mä­ßige au­to­ma­ti­sche Be­wäs­se­rung zu er­hal­ten, sollte man eine “Kopf-zu-Kopf-Be­wäs­se­rung” pla­nen. Das heißt der Ra­dius be­zie­hungs­weise die Wurf­weite je­des Reg­ners muss den Kopf des nächs­ten Reg­ners er­rei­chen. Die Gar­ten­flä­che muss also dop­pelt ab­ge­deckt sein, das liegt daran, dass die Reg­ner im Nah­be­reich nicht ge­nug Was­ser lie­fern und es so zu un­gleich­mä­ßi­ger Be­wäs­se­rung kommt.

Wenn du fer­tig bist, sollte deine Gar­ten­flä­che kom­plett mit Krei­sen ge­füllte sein.

Automatische Bewässserung

So könnte zum Bei­spiel der Plan für deine au­to­ma­ti­sche Be­wäs­se­rung aus­se­hen.

Wenn du alle Reg­ner ein­ge­zeich­net hast, ist die An­zahl der un­ter­schied­lich ver­wen­de­ten Ra­dien (kleine Ab­wei­chun­gen sind na­tür­lich mög­lich, da die Reg­ner noch ein paar Me­ter nach­jus­tiert wer­den kön­nen), plus der even­tu­ell ge­plante Tröp­chen­schlauch, die Min­dest­an­zahl an Be­wäs­se­rungs­krei­sen. Um aber die ge­nau An­zahl an Be­wäs­se­rungs­kreise zu be­stim­men, musst du zu­erst den Was­ser­druck und die Durch­fluss­menge dei­ner Was­ser­quelle be­stim­men und au­ßer­dem die Reg­ner aus­wäh­len.

 

3 Bestimme den Fließdruck und die Durchflussmenge

Da­mit deine au­to­ma­ti­sche Be­wäs­se­rung per­fekt funk­tio­nie­ren kann, musst du zu­vor prü­fen wel­cher Was­ser­druck und wel­che Durch­fluss­menge dir zur Ver­fü­gung steht. Denn es kann gut sein, dass deine Was­ser­ver­sor­gung nicht ge­nug Power hat, um bei­spiels­weise 10 Ro­tor-Ver­senk­reg­ner gleich­zei­tig zu ver­sor­gen. Um die­ses Pro­blem zu um­ge­hen, musst du ein­fach die­sen Be­wäs­se­rungs­kreis in zwei ein­zelne Kreise mit je­weils 5 Reg­ner auf­tei­len. Diese Be­wäs­se­rungs­kreise steu­ert der Be­wäs­se­rungs­com­pu­ter spä­ter nach­ein­an­der an.

Da­mit du aber weißt in wie viele Kreise du deine au­to­ma­ti­sche Be­wäs­se­rung auf­tei­len musst, musst du zu­erst den Druck, bes­ser ge­sagt den Fließ­druck und die Durch­fluss­menge dei­ner Was­ser­quelle be­stim­men.

Im Ide­al­fall hast du eine Pum­pen­kenn­li­nie, denn der Fließ­druck und die Durch­fluss­menge sind nicht kon­stant. Die bei­den Werte sind von­ein­an­der ab­hän­gig, so sinkt der Fließ­druck bei grö­ße­ren Durch­fluss­men­gen. Eine Kenn­li­nie ist ent­we­der in der Be­schrei­bung ent­hal­ten oder kann an­hand der Typ-Be­zeich­nung dei­ner Pumpe auf Home­page des Her­stel­lers ge­fun­den wer­den.
Falls du keine Pum­pen­kenn­li­nie fin­den kannst oder du dei­ner Pumpe auf­grund des Al­ters die an­ge­ge­bene Leis­tung nicht mehr zu­traust oder du viel­leicht nur über ei­nen nor­ma­len Haus­was­ser­an­schluss ver­fügst, kannst du na­tür­lich auch ganz ein­fach solch eine Kenn­li­nie selbst be­stim­men.
Du brauchst dazu ein Ab­sperr­ven­til mit ver­bau­tem Ma­no­me­ter, ei­nen 10 L Ei­mer und eine Stopp­uhr. Das Ab­sperr­ven­til in­klu­sive Ma­no­me­ter schraubst du di­rekt an deine Was­ser­quelle. Starte nun deine Pumpe be­zie­hungs­weise öffne den Was­ser­hahn. Jetzt drehst du das Ab­sperr­ven­til so lange zu bis das Ma­no­me­ter ei­nen be­stimm­ten Druck an­zeigt – bei­spiel­weise 2 bar, 2.5 bar oder 3 bar. Die Drü­cke sind da­bei frei wähl­bar. Für je­den die­ser ein­ge­stell­ten Drü­cke be­stimmst du nun wie lange es dau­ert um ei­nen 10 L Ei­mer zu fül­len. Am bes­ten führst du pro Druck drei Mes­sun­gen durch und bil­dest den Durch­schnitt, so kannst du Mes­sun­ge­nau­ig­kei­ten aus­glei­chen.
Wenn du fer­tig bist soll­test du für je­den Druck eine be­stimmte Zeit er­mit­telt ha­ben. Wenn du ei­nen 10 L Ei­mer ver­wen­det hast kannst du ein­fach 36 ge­teilt durch die ge­mes­sene Zeit ma­chen und du er­hältst wie viel Ku­bik­me­ter pro Stunde (m³/h) dein Was­ser­an­schluss bei ei­nem be­stimm­ten Druck bringt. Falls du ge­rade kei­nen 10 L Ei­mer zur Hand hat­test, nimmst du die Li­ter dei­nes Be­häl­ters ein­fach mal 3,6 und teilst dann durch die Zeit.
Jetzt hast du drei Wer­te­paare aus Fließ­druck (ein­ge­stellt am Ma­no­me­ter) und Durch­fluss­menge. Zeichne dir ein Dia­gramm, bei wel­chem die ho­ri­zon­tale die Durch­fluss­menge an­gibt und die ver­ti­kale Achse den Druck. Trage deine Wer­te­paare da­nach in die­ses Dia­gramm ein und ver­binde diese. Du soll­test an­nä­hernd eine Ge­rade er­hal­ten.

Diese Pum­pen­kenn­li­nie wird spä­ter noch sehr wich­tig. Mit die­ser Kenn­li­nie kannst du näm­lich ganz ein­fach be­stim­men, wie viele Reg­ner du ma­xi­mal gleich­zei­tig be­trei­ben kannst. So­mit weißt du dann auch in wie viele Be­wäs­se­rungs­kreise du deine Ve­ge­ta­ti­ons­flä­chen un­ter­tei­len musst.
Dazu musst du aber erst wis­sen, wel­che Reg­ner du ver­wen­den willst.

Pumpenkennlinie

Bei­spiel für eine mög­li­che Pum­pen­kenn­li­nie.

 

4 Wähle die passenden Regner aus

Jetzt musst du dir die per­fek­ten Reg­ner für deine au­to­ma­ti­sche Be­wäs­se­rung aus­wäh­len. Messe dazu die Ra­dien aus dei­nem Plan und rechne diese mit Hilfe dei­nes ge­wähl­ten Maß­sta­bes auf das reale Maß um. Nun hast du die Wurf­weite dei­nes zu­künf­ti­gen Reg­ners. Für kleine Ra­dien bis circa 5 Me­ter ver­wen­det man Sprüh-Ver­senk­reg­ner, für grö­ßere Wei­ten Ro­tor-Ver­senk­reg­ner.
Mit dem Ver­gleich der Ver­senk­reg­ner kannst du den per­fek­ten Reg­ner für deine be­nö­tigte Wurf­weite aus­wäh­len.

Die Wurf­weite ist aber nicht nur vom Reg­ner-Mo­dell ab­hän­gig, son­dern kann auch mit un­ter­schied­li­chen Dü­sen nach­jus­tiert wer­den. Da­bei ist es aber im­mer ein­fa­cher die Wurf­weite zu ver­kür­zen als zu er­hö­hen. Plane des­we­gen lie­ber 1 Me­ter mehr ein als zu we­nig.
Viel ent­schei­den­der für die Wurf­weite ei­nes Reg­ner-Mo­dells ist je­doch die Durch­fluss­menge an Was­ser. Je we­ni­ger Reg­ner gleich­zei­tig lau­fen, desto mehr Was­ser steht für den ein­zel­nen Reg­ner zur Ver­fü­gung und desto hö­her ist die Wurf­weite.
Wenn du dir für deine Ve­ge­ta­ti­ons­flä­chen die pas­sen­den Reg­ner aus­ge­sucht hast, geht es daran zu be­stim­men in wie viele Be­wäs­se­rungs­kreise du jede Flä­che auf­tei­len musst, um deine ge­wünschte Wurf­weite zu er­rei­chen.

 

5 Bestimme die Anzahl an Bewässerungskreisen

Um die ge­naue An­zahl an Be­wäs­se­rungs­kreise fest­zu­le­gen, musst du den ge­sam­ten Was­ser­be­darf dei­ner au­to­ma­ti­schen Be­wäs­se­rungs­an­lage für je­den Be­reich mit an­de­rem Reg­ner-Mo­dell be­stim­men. Dazu nimmst du die Ta­belle, die dei­nem Reg­ner bei­liegt zur Hand und suchst deine ge­wünschte Wurf­weite her­aus. Denke daran 1 Me­ter als Puf­fer mehr ein­zu­pla­nen. Dort ließt du nun die ent­spre­chend be­nö­tigte Was­ser­menge und den Druck ab, zum Bei­spiel 0,3 m³/h Was­ser bei 2,5 bar Fließ­druck.
Hier kommt jetzt die Pum­pen­kenn­li­nie ins Spiel. An­setz­ten musst du bei der ver­ti­ka­len Achse. Der Wert da­für setzt sich aus den ge­rade be­stimm­ten Fließ­druck, dem Druck­ver­lust in den Roh­ren, der Hö­hen­dif­fe­renz zum Reg­ner und der Tiefe des Grund­was­ser­spie­gels zu­sam­men. 10 Me­ter ent­spre­chen hier 1 bar. Ver­ein­facht kann man aber nur den Fließ­druck an­set­zen. Falls du deine Pum­pen­kenn­li­nie selbst be­stimmt hast, fällt die Tiefe des Grund­was­sers zum Bei­spiel so­wieso schon mal weg. Au­ßer­dem le­gen wir spä­ter die Rohre zu den Reg­ner so aus, dass die Druck­ver­luste mög­lichst ge­ring sind. Und wenn du keine nen­nens­werte Hö­hen­un­ter­schiede in dei­nem Gar­ten hast, kannst du dies auch ge­trost ver­nach­läs­si­gen.
Schlage aber für die ge­nann­ten Ein­flüsse auf den Fließ­druck ein­fach zwi­schen 0,3 bar auf. Du sum­mierst also zu den 2,5 bar noch 0,3 bar hinzu und ließt nun bei dei­ner Pum­pen­kenn­li­nie ab, wel­che Menge an Was­ser dir bei ei­nem Druck von 2,8 bar (28 m) zur Ver­fü­gung steht. Nun teilst du den ge­sam­ten Was­ser­be­darf, wel­che deine Reg­ner bei gleich­zei­ti­gen Be­trieb be­nö­ti­gen wür­den, durch die ge­rade be­stimmte Was­ser­menge, wel­che dir zur Ver­fü­gung steht. In die­sem Bei­spiel wa­ren das 0,3 m³/h pro Reg­ner, bei ins­ge­samt 10 Reg­ner wä­ren das dann 3 m³/h. Aus der Pum­pen­kenn­li­nie liest du aber viel­leicht bei 2,8 bar (28 m) nur 1,5 m³/h ab. Du teilst also 3 m³/h durch 1,5 m³/h und er­hälst die An­zahl an Be­wäs­se­rungs­krei­sen, in die­sem Fall zwei. Sollte keine ge­rade Zahl bei der Tei­lung her­aus­kom­men, soll­test du stets dein Er­geb­nis auf­run­den.

 

6 Plane die Wasserversorgung

Jetzt wo du weist wie viele Be­wäs­se­rungs­kreise du brauchst, kannst du deine Was­ser­ver­sor­gung pla­nen. Zeichne dazu in dei­nen Plan den Stand­ort dei­ner Pumpe oder dei­nes Was­ser­an­schlus­ses ein, falls du das noch nicht ge­tan hast. Jetzt suchst du dir ei­nen Platz nahe der Was­ser­quelle aus, der als Ver­tei­ler für die ein­zel­nen Be­wäs­se­rungs­kreise dient. Die­ser Ver­tei­ler be­steht aus Ma­gnet­ven­ti­len, wel­che vom Be­wäs­se­rungs­com­pu­ter au­to­ma­ti­sch ge­öff­net und ge­schlos­sen wer­den kön­nen. Pro Be­wäs­se­rungs­kreis ist ein Ma­gnet­ven­til nö­tig. Es gibt ver­schie­dene Mög­lich­kei­ten diese Ma­gnet­ven­tile zu in­stal­lie­ren. Man kann sie bei­spiel­weise an der Haus- oder Ga­ra­gen­wand mon­tie­ren oder man ver­wen­det eine Vor­rich­tung, um die Ven­tile un­ter­ir­di­sch, bün­dig zur Gar­ten­flä­che zu ver­bauen. Wie du da­bei vor­gehst ist prin­zi­pi­ell egal, wich­tig ist da­bei nur, dass du die Ma­gnet­ven­tile lo­kal zu­sam­men und gut zu­gäng­lich in­stal­lierst. Das ist wich­tig für mög­li­che War­tungs­ar­bei­ten oder zu­künf­tige Er­wei­te­run­gen.

Zeichne den Platz für den Ver­tei­ler in dei­nen Plan ein, da­mit du von dort aus die Rohr-Ver­bin­dun­gen zu dei­nen Reg­nern pla­nen kannst. Da­mit du bei der Pla­nung dei­ner au­to­ma­ti­schen Be­wäs­se­rung nicht die Über­sicht ver­lierst, ver­wen­dest du am bes­ten für je­den Be­wäs­se­rungs­kreis eine an­dere Farbe. Be­ginne beim ers­ten Ma­gnet­ven­til und ver­binde die Reg­ner. Um bei dem vor­he­ri­gen Bei­spiel zu blei­ben, wä­ren das je­weils 5 Reg­ner für die ers­ten zwei Be­wäs­se­rungs­kreise. Achte aber dar­auf das die Ver­bin­dung mit den Reg­nern nicht be­lie­big er­fol­gen darf. So soll­test du deine Reg­ner mög­lichst par­al­lel und nicht in Reihe ver­bin­den.

Regner-verbinden

So wer­den Reg­ner rich­tig ver­bun­den.

Für die Ver­bin­dung zwi­schen Was­ser­an­schluss und Reg­ner wer­den PE-Rohre ver­wen­det. PE-Rohre gibt es für ver­schie­dene Drü­cke. Am meis­ten ver­brei­tet im Be­wäs­se­rungs­bau ist PN 12,5, also 12,5 bar. Für eine pri­vate Be­wäs­se­rungs­an­lage ist das viel­leicht oft über­di­men­sio­niert, da es aber für PN 12,5 eine grö­ßere Aus­wahl und es kei­nen Preis­un­ter­schied zu PN 6 (6 bar) gibt, sind PE-Rohre PN 12,5 ideal ge­eig­net. Jetzt geht es aber noch darum den Durch­mes­ser die­ser PE-Rohre pas­send für deine au­to­ma­ti­sche Be­wäs­se­rungs­an­lage aus­zu­le­gen. Denn umso grö­ßer die Ent­fer­nun­gen sind, desto di­cker muss auch das PE-Rohr sein, da­mit mög­lichst we­nig Druck­ver­lust vor­liegt und das be­nö­tigte Was­ser auch zum Reg­ner trans­por­tiert wer­den kann.
Messe dazu die Länge der Rohr­lei­tung zum wei­t­ent­fern­tes­ten Reg­ner ei­nes Be­wäs­se­rungs­krei­ses her­aus. Runde diese Länge und lege das PE-Rohr an­hand der Was­ser­menge, wel­che für dei­nen Be­wäs­se­rungs­kreise nö­tig ist, aus. Der Druck­ver­lust sollte da­bei ma­xi­mal 0,3 bar be­tra­gen. In dem be­han­del­ten Bei­spiel sind es 1,5 m³/h Was­ser, wel­che pro Be­wäs­se­rungs­kreis be­nö­tigt wer­den. Es wird jetzt noch als Bei­spiel an­ge­nom­men, dass die Rohr­länge zum weit ent­fern­tes­ten Reg­ner 20 m be­trägt. Du musst nun in der un­te­ren Über­sicht in die Ta­belle mit Länge 20 m ge­hen und dort die Zeile mit 1,5 m³/h her­aus­su­chen. In die­ser Zeile suchst du dir jetzt das PE-Rohr her­aus, das als ers­tes ei­nen Druck­ver­lust klei­ner oder gleich 0,3 bar hat. In die­sem Fall wäre das ein PE- Rohr 25.

Druckverluste.

Ein Über­sicht zum Ab­schät­zen der Druck­ver­luste bei PE-Roh­ren mit un­ter­schied­li­chen Durch­mes­ser.

 

7 Wähle einen Bewässerungscomputer aus

Das ent­schei­dende für deine au­to­ma­ti­sche Be­wäs­se­rung ist na­tür­lich ein Be­wäs­se­rungs­com­pu­ter. Den ent­schei­den­den Aus­wahl­fak­tor hast du be­reits be­stimmt, näm­lich die An­zahl an Be­wäs­se­rungs­krei­sen. Da ein Be­wäs­se­rungs­com­pu­ter nur eine be­stimmte An­zahl an Ma­gnet­ven­ti­len an­steu­ern kann, muss er auch min­des­tens für die An­zahl dei­ner ge­plan­ten Be­wäs­se­rungs­kreise aus­ge­legt sein. Du soll­test aber lie­ber min­des­tens ein, viel­leicht so­gar zwei An­schluss­stel­len mehr aus­wäh­len, um noch nach­träg­lich Puf­fer zu ha­ben. Denn falls bei der Pla­nung et­was schief ge­lau­fen ist und du doch mehr Be­wäs­se­rungs­kreise brauchst oder du spä­ter viel­leicht deine au­to­ma­ti­sche Be­wäs­se­rung noch durch ei­nen zu­sätz­li­chen Be­wäs­se­rungs­kreis er­wei­tern willst, dann musst du nicht wie­der ex­tra ei­nen neuen Be­wäs­se­rungs­com­pu­ter kau­fen.

Foto-Nach­weis für 2:
By: Mike Mc­CuneCC BY 2.0